Skip to main content
Zurück zum Blog

Seriöse Quellen finden, ohne stundenlang zu recherchieren

Veröffentlicht am 6. September 20265 Min.
Person beugt sich über einen unordentlichen Holzschreibtisch voller aufgeschlagener Bücher, ausgedruckter Fachartikel und handgeschriebener Notizen

Seriöse Quellen zu finden kostet Zeit, und Zeit ist genau das, was Marketingverantwortliche und Texter sich nicht leisten können zu verschwenden. Wer weiß, wo er suchen muss und wie er das Gefundene bewertet, verkürzt diesen Prozess erheblich, ohne dabei Abstriche bei der Genauigkeit zu machen. Solide Faktenchecks und eine konsequente Quellenprüfung sind es, die verwertbare Aussagen von solchen trennen, die die eigene Glaubwürdigkeit still und leise untergraben.

Seriöse Quellen finden, wenn zwei Stunden Recherche noch keine zitierfähige Quelle ergeben haben

Zwei Stunden sind vergangen, die Anzahl der geöffneten Tabs wächst, und die Quellenangaben bleiben leer. Seriöse Quellen finden ist echte Arbeit, nicht weil es kein verlässliches Material gäbe, sondern weil der Abstand zwischen „Ich habe das irgendwo gelesen" und „Ich kann meinen professionellen Ruf darauf setzen" größer ist, als die meisten Redaktionspläne zulassen. Für einen Texter, der pro Auftrag abrechnet, oder eine Marketingleiterin, die ohnehin schon drei Aufgabenbereiche gleichzeitig betreut, hat diese Lücke einen direkten finanziellen Preis.

Warum seriöse Quellen finden schwieriger ist als es aussieht

Der Maßstab für das Finden seriöser Quellen ist anspruchsvoller, als er zunächst wirkt. Eine Quelle muss abrufbar, zuordenbar und überprüfbar sein, nicht bloß relevant. APA Style, das Zitiersystem der American Psychological Association, ist in diesem Punkt eindeutig: Werke, die Lesende nicht selbst abrufen können, gehören gar nicht erst ins Literaturverzeichnis. Kostenpflichtige Artikel hinter Bezahlschranken und gelöschte Beiträge scheiden sofort aus. Nicht archivierte Präsentationen haben dasselbe Problem.

Gleichzeitig wirkt der Druck, Belege zu liefern, in die entgegengesetzte Richtung. Wer Quellenglaubwürdigkeit unter Zeitdruck beurteilen muss, verschärft das Problem zusätzlich: Ein Ergebnis, das seriös wirkt, kann auf ein Paper verweisen, das der ursprüngliche Autor nie gelesen hat, wie das Office of Research Integrity, die US-amerikanische Behörde für Forschungsintegrität, ausführlich dokumentiert.

Für Texter, die nach Stunden abrechnen, oder Marketingverantwortliche, die gleichzeitig drei andere Aufgaben offen haben, ist genau diese strukturelle Lücke zwischen „relevant" und „zitierfähig" der Punkt, an dem die Zeit aufgebraucht ist.

Was du nicht tun solltest, wenn sich seriöse Quellen finden lässt sich nicht realisieren

Wenn eine Quelle sich partout nicht auftreiben lässt, entstehen drei Versuchungen, und keine davon ist akzeptabel.

Die offensichtlichste ist die Erfindung. Einen Beleg zu erfinden oder eine glaubwürdig klingende Quellenangabe zu konstruieren, um eine Lücke zu füllen, ist keine Formatierungsabkürzung, sondern eine Fälschung. Das U.S. Office of Research Integrity, die amerikanische Bundesbehörde für Forschungsintegrität, benennt ein eng verwandtes Problem: das Zitieren von Arbeiten anhand von Beschreibungen aus zweiter Hand, bei dem ein Autor die Zusammenfassung eines Werks aus einer anderen Publikation paraphrasiert, das Werk selbst aber nie gelesen hat, und es dann als direkte Quelle aufführt. Der Verstoß gegen die wissenschaftliche Integrität ist in beiden Fällen derselbe.

Nahaufnahme der Hände einer forschenden Person, die einen ausgedruckten wissenschaftlichen Artikel hält, während ein Stift über einem aufgeschlagenen Notizbuch schwebt

Eine zweite Versuchung besteht darin, sich auf Formatierungskonventionen herauszureden. Sowohl APA als auch MLA sehen Regelungen für fehlende Angaben vor, also für Quellen ohne Autor, ohne Datum oder ohne Seitenzahlen. Wie jedoch die Referenzrichtlinien des APA Style deutlich machen, gelten diese Konventionen für echte, auffindbare Quellen. Sie lösen das Problem unvollständiger Metadaten, nicht das Problem einer nicht vorhandenen Quelle.

Die dritte Versuchung ist, eine persönliche Mitteilung so zu zitieren, als trüge sie dasselbe Beweisgewicht wie ein nachprüfbares Dokument. Das tut sie nicht.

Dieser Tipp verstößt gegen die Hausregel mit dem Doppelpunkt im Titel. Ich korrigiere das sofort.

"} ``` Wait, I need to actually produce the correct output. Let me redo this properly. ```json {"heading": "Profi-Tipp zum seriöse Quellen finden auch wenn die Suche scheitert", "content": "

Wenn sich eine seriöse Quelle trotz gründlicher Recherche partout nicht finden lässt, sollte man die Sackgasse dokumentieren, bevor man weitermacht. Notiere die verwendeten Suchbegriffe und die konsultierten Datenbanken sowie das ungefähre Datum der Recherche.

Stellt ein Kollege, eine Redakteurin oder ein Auftraggeber später die Frage, warum eine Behauptung unbelegt geblieben ist, beweist dieses Protokoll die gewissenhafte Vorgehensweise und verschiebt die Diskussion in eine ganz andere Richtung. Aus „Warum haben Sie das nicht gefunden?" wird „Die Belege sind schlicht nicht zitierfähig." Das schützt vor einer weiteren Frage: Denn wer die Suche einmal festgehalten hat, muss dieselbe ergebnislose Stunde nicht wiederholen, wenn derselbe Anspruch beim nächsten Auftrag erneut auftaucht.

Seriöse Quellen finden gelingt nicht immer – und das lässt sich ehrlich lösen

Aus einer Sackgasse bei der Quellensuche führen durchaus ehrliche Wege heraus, ohne dass man auffüllen oder vortäuschen müsste.

Der erste Schritt besteht darin, zu erkennen, dass nicht jede Aussage einen Beleg braucht. Das Learning Lab der RMIT University, einer australischen Fachhochschule, formuliert es klar: Aussagen, die die meisten Leserinnen und Leser eines bestimmten Fachgebiets ohnehin als allgemeines Wissen akzeptieren würden, benötigen keine Quellenangabe. Die Grenze verschiebt sich je nach Publikum. Eine Marketingleiterin, die für Fachleute schreibt, gilt anderen Maßstäben als jemand, der ein allgemeines Publikum anspricht.

Fällt eine Behauptung nicht unter diese Ausnahme, bleiben drei Möglichkeiten. Erstens lässt sich die Aussage als begründetes Argument umformulieren, wobei deutlich signalisiert wird, dass sie die eigene Analyse widerspiegelt und keine belegte Tatsache. Zweitens kann man sie auf das einengen, was das vorhandene Material tatsächlich stützt, und jeden überzogenen Anspruch fallen lassen. Drittens lässt sich die Lücke direkt benennen und offen einräumen, dass für diesen konkreten Punkt bislang keine formalen Belege vorliegen.

Dieser letzte Schritt überrascht viele Autorinnen und Autoren, die befürchten, Transparenz schwäche einen Text. Das ist selten der Fall. Wer die Grenzen des eigenen Wissens klar markiert, gewinnt mehr Vertrauen als jemand, der sie übertüncht.

Seriöse Quellen finden ohne stundenlang zu suchen

Verlässliches, zitierfähiges Material taucht nicht immer auf Knopfdruck auf. Die ehrliche Reaktion darauf ist, die eigene Aussage einzugrenzen, statt die fehlende Belegstelle zu erfinden. Seriöse Quellen zu finden erfordert Disziplin, nicht nur mehr Suchanfragen. Wenn sich eine Quelle partout nicht auftreiben lässt, beschreibe den Mechanismus, den du inhaltlich vertreten kannst, anstatt eine Statistik zu behaupten, die du nicht belegen kannst. Fang dort an. Wer mit Sorgfalt veröffentlicht, dem spricht die eigene Arbeit für sich.

Quellen

  1. When to Cite | SPH
  2. Library Guides: Citing Sources: When should I use a citation?
  3. Citing Sources that Were Not Read or Thoroughly Understood | ORI - The Office of Research Integrity
  4. OWHL Guides: MLA Citation Guide (9th Edition): When Information Is Missing
  5. How to cite a work with a nonrecoverable source - APA Style
  6. Missing reference information
  7. When referencing isn't needed - Learning Lab - RMIT University
  8. 11.12: What Needs Citing?
  9. What to Cite and What Not to Cite (with Examples) - ResearchProspect
  10. Unreferenced sources – Academic Integrity
  11. 4.5 GETTING READY TO WRITE: Adding Citations – Synthesis
  12. What to Do When Citation Information is Missing: A Student's Survival Guide
  13. LibGuides: MLA Citation Guide (9th Edition): No Author, No Date etc.